Wechsel im Fraktionsvorstand bei der DSÖF-Fraktion

In unserer Kreistagsfraktion – der DSÖF (DIE soziale, ökologische Fraktion) – gab es heute einen Wechsel im Fraktionsvorstand. Nachdem Hubert als bisheriger Vorstand bereits vor einigen Wochen seinen Rückzug intern bekannt gegeben hat haben mich damit heute meine 9 Fraktionskolleg_innen zum neuen Fraktionsvorstand gewählt.

Damit endet zunächst einmal eine Ära – Hubert war seit vielen vielen Jahren Vorstand der Kreistagsfraktionen mit Grüner Beteiligung und hat maßgeblichen Anteil daran, dass wir diese Legislaturperiode in einer Zehner-Fraktion organisiert sind. (Gleichzeitig ist er die Person, die mich am meisten bei den Grünen beeindruckt hat – aber das ist eine andere Geschichte, die noch erzählt werden muss.) Gleichzeitig hat die Fraktion Mut bewiesen, mit mir ihr jüngstes Mitglied zum Vorstand gewählt und mir damit sowohl ein gutes Stück Vertrauen, als auch eine gewisse Herausforderung übertragen. Denn vergleicht man diese Fraktion mit den Vorgängerfraktionen so fallen vier Punkte auf.

1. Die Fraktion ist mit 10 Personen wesentlich größer als die bisherigen Fraktionen.

2. Die Fraktion umfasst 5 Organisationen und damit viel Wissen, aber auch gewisse Reibungspunkte.

3. Die Fraktion besteht aus 10 Charakterköpfen. Jeder liebenswert, sehr politisch, engagiert und intelligent, aber eben auch eigen.

4. Wir leben im Jahr 2012 und nicht mehr in den 80ern und 90ern mit anderen Vorstellungen von Politik und anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit

Damit habe ich bei meiner heutigen Vorstellung auch die Fraktion als Team in den Vordergrund gestellt und und eine arbeitsteilige Arbeitsweise in Aussicht gestellt, welche von den Stärken der einzelnen Personen lebt. Im Gegensatz zum klassischen Fraktionsvorstand steht dabei ganz klar das Ergebnis – gute Politik in innovativen Konzepten und Ergebnissen (so wir die Mehrheiten haben bzw. schaffen können) – im  Vordergrund und weniger die Person des Fraktionsvorstandes selbst. Denn: jede Person in einem Team hat Fähigkeiten und dieser Fähigkeiten gilt es sich dann auch zu bedienen. Konkret heisst das: die Koordination und Federführung liegt in enger Absprache mit dem Team bei mir, ich erfülle die Funktion des Informationshubs, aber gleichzeitig muss ich nicht jede (Haushalts-)Rede halten und auf jedem Foto stehen, nur weil ich der Fraktionsvorstand bin. Meiner Meinung nach hat dieses Konzept zwei wesentliche Vorteile: a) es schafft mehr Lust an Beteiligung und damit ein zufriedenes Team und b) verteilt es die Arbeit auch auf mehrere Schultern, so dass der ehrenamtliche Posten auch noch leistbar ist. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon gespannt, ob dieser Plan aufgeht, ich werde berichten!